Samstag, 17. August 2013

wishful self-knowledge?

wieder so ein lieblingszweifel von mir...

wenn man etwas über sich selbst zu wissen oder zu erfahren glaubt, ist es dann nicht auch möglich, dass man das nur deshalb denkt, weil man sich gerne so sehen möchte?

wie unterscheidet man selbsterkennntnis von selbstbetrug, der dem wunschbild entspricht, das man von sich selbst hat?

wie überzeugt kann man tatsächlich davon sein, sich selbst zu kennen?

wie groß sind die blinden flecken, die jeder hat, tatsächlich?

welchen einfluss haben sie auf die wirklich wichtigen "selbsterkenntnisse"?

oder:

ist es vielleicht so, dass man sich letztlich doch selbst erschafft? dann wäre es völlig unwichtig, ob die eigenschaften, die man für sich selbst an sich selbst entdeckt, auch tatsächlich da sind, denn sie könnten ja dann entstehen, allein deshalb, weil man überzeugt ist, sie zu haben. als eine art selbsterfüllende prophezeihung? im negativen sinne funktioniert das doch erfahrungsgemäß sehr gut: man hält sich für unattraktiv -> keiner interessiert sich für einen; man hält sich für dumm -> die leute reagieren entsprechend. kann das nicht auch im positiven sinne arbeiten? man hält sich für schön -> die anderen auch? man hält sich für unwiderstehlich -> die andere auch? man hält sich für klug -> die umwelt ist beeindruckt? geht das?

oder sieht man dann einfach nur die passenden reaktionen auf die eingebildeten eigenschaften, den (widersprüchlichen) rest blendet die warhnehmung aus?

und was hätte das dann wiederum für folgen für die wahrhaftigkeit von selbsterkenntnis?

ich werd noch mal wahnsinnig bei diesem gedankenkarrusselfahren...

any ideas how to get off this not-so-merry-go-round?

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