zur zeit habe ich das gefühl, mein leben ist eine art "umerziehungslager" - alles, wirklich alles "doktert" an mir herum... menschen, situationen, organe. und alle - offenkundig - mit einem ziel: mir auf dem schnellsten wege den weg zurück zu mir selber zu zeigen. sehr freundlich. wahnsinnig anstrengend. irritieren, nervig, strapaziös. faszinierend. und ich glaube - ziemich erfolgreich. wenigstens aspekt- und schrittchenweise
und immer wieder schlicht seltsam.
details?
wie menschen an einem herumschrauben können, ist bekannt. sie können meckern, erziehen, kriteln, nörgeln, fordern, frustieren, niedermachen, manipulieren... oder sie können einen herausfordern. nur das letztgenannte passiert mir gerade immer wieder - oder ich bemerke nur das, denn alles andere prallt ab: keine zeit, keine kraft, keine lust darauf? gut.
situationen kommen einfach daher oder ich schaffe sie mir. ich scheine in einer art "konfrontations-modus" - konfrontation mit situationen, die mich eigentlich erschrecken, einschüchtern. überfordern. sollten. aber: das boot camp-kommando in meinem hinterkopf (teilweise im unterbewusst, stelle ich erstaunt fest) sagt: face it - tackle it - win it over. gut.
organe können erstens ärgern. alles, was hormone produziert, ist des teufels... manchmal. aber da ich feststelle, dass es mich nicht wirklich befriedigt, mich einmal im monat schlicht zu hassen, setzte da kürzlich ein umdefinieren ein: hormone sind was feines. sie quälen mich NUR einmal im monat. und im grunde auch nur in dem sinne, dass alles viel feiner, transparenter, klarer wird. nerven wie seidenpapier. das ist anstrengend, aber im grunde doch: gut.
den rest des monats sorgen sie für spannung und abwechlsung.
zugegeben, alle zwei monate nervt's wirklich nur - und ich habe da auch noch nicht herausgefunden, wie da per umdenken eine lösung zu finden wäre: alle acht wochen steigt nämlich - hormonell bedingt - mein denkapparat aus. ich verwandle mich in eine art haushaltsfixierte barbiepuppe... (ich verschweige schameshalber sämtliche sonstigen nebeneffekte... und auch den naman, den ich dem dazugehörigen organ gegeben habe...^^) - damit weiß ich beim besten willen... noch?... nichts positives anzufangen... außer vielleicht, dass "es" die wohnung aufräumt wie nie, alle wäsche bügelt und akten sortiert... danke, barbie! (argh!)
organe können sich zweitens auch einmischen. das aller-boot-camp-igste meiner organe ist - mein magen.
früher sagte er bescheid, wenn ich im stress war - und zwar nur dann, wenn ich das nicht selber bemerkt habe. (offenkundiger stress führte eher zu mehr essen und weniger magenproblemen... ebenso wie langeweile...) jetzt sagt er bescheid, wenn irgend etwas nicht ins neue konzept passt. erst war er der meinung, kein mensch muss dauernd gegen das eigene unterbewusstsein anessen. also hat er so gestreikt, dass das nicht mehr ging. nett von ihm. gut. jetzt weiß ich auch, dass ich mit ein paar kilo weniger nicht unbedingt angreifbarer bin... neuerdings aber findet er, sich in alles einmischen zu dürfen. "iss dies oder jenes nicht - das schadet der schlanken linie... pfui!" - "aber ich WILL schokolade!" - "nein, willst du nicht..." schon mal versucht, dem eigenen magen zu widersprechen?... oder: "iss langsamer!" - "ja, ich weiß, ich sollte, aber da muss ich mich konzentrieren. das ist langweilig." - "gut, dann iss schnell, aber dann verträgst du's halt nicht. ätsch!" - schon mal versucht, dem eigenen magen zuwider zu handeln?...
nein, meinem magen geht es blendend. wenn er lust hat, dann kann er das dümmste, kalorinenunreduzierteste zeug in wilder mischung vertragen... zum beispiel, wenn ich mich langweile... aber wehe, ich will schokolade oder ich esse zu schnell. ja, ich gebe zu, ich habe mir vorgenommen, das esstempo zu reduzieren. ICH habe mir vorgenommen, dass ICH das essetempo reduzieren möchte. ich habe nicht gesagt, dass MEIN MAGEN das regeln soll...
ich bin mein eigenes boot camp...
sag mir einer: wann darf ich wieder heim? ...
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