Dienstag, 6. Dezember 2011

"slim-board-drillers" - (properly: lightweights...) - *boooom!*

eben gerade hab ich mir überlegt, dass es ja sicher arrogant ist, menschen ohne einen gewissen tiefgang einfach doof zu finden, aber ehrlich gesagt: ich finde sie doof.

ich meine damit nicht, dass jeder unbedingt der nachdenkliche philosophentyp sein muss, der ab und an eine tiefgreifende erkenntnis absondert, um dann wieder in grübelei zu versinken, um von mir interessant gefunden zu werden (wobei man sich gerne fragen darf, ob das ein ziel sein soll...).
nein, nein... ich stelle nur fest, dass menschen, die ihre (rest?)intelligenz allein darauf verwenden, wissen auszuweichen, mir schnell auf die nerven gehe. man darf jede menge dinge uninteressant finde, keine frage, aber man sollte sich schon erst einmal ein gaaanz kleeeinn bisssschen damit befasst haben.  oder?

anlass der wutschnauberei: ich habe eine schülerin, die mir meinen ethikunterricht unermüdlich blockiert, weil zu absolut ALLEM was zusagen hat (und kaum davon abzuhalten ist, das auch zu äußern, notfalls ungefragt) - wobei die beiträge keineswegs in genügender quantität als qualitativ wertvoll bezeichnet werden können (manchmal sagt sie schon auch mal was ganz sinnvolles, manchmal...). diese schülerin fühlt sich nun wiederum für alles zuständig, "ist" in allen bereichen kompetent. das ergebnis: sie sondert ihre einstellung zum wissenerwerb (irgend so etwas wie: "was ich mir nicht selber denke, ist eh uninteressant....") zu jeder zeit ab.

das heutige beispiel über facebook: ein schüler jammert über goethes "faust" (morgen ist klausur und ich wette - mit immens hohen gewinnchancen -  er hat ihn noch nicht gelesen, obwohl er seit wochen im unerricht behandelt wird, aber naja, schüler eben - und hier nicht der punkt :-) ). die besagte dame kommentiert: "ich hab den faust nie gelesen. es gibt doch im inet 1000 zusammenfassungen, die reichen auch ;-) ". stimmt schon, aber was sie nicht verstanden hat und sicher auch nicht verstehen wird (sorry, aber ich habe schon versucht, ihr dergleichen zu erklären - ohne jeden erfolg...), ist: 1. der "faust" ist nicht berühmt wegen des inahlts. 2. es ist nicht cool, sich immer um alles zu drücken, was ein bsischen mühe macht. es ist menschlich, aber nicht cool. es ist - ansatzweise wenigstens - dumm. und wie wir ja längst wissen: dummheit ist eine ansteckende und nur sehr schwer heilbarer krankheit...

und da wundert sie sich, dass sie allerorten aneckt, als nervig bezeichnet wird (nicht etwas in erster linie von mir...) und ihr die intelligenteren und weniger desinteressierten ihrer mitschüler entweder aus dem weg gehen (weshalb sie sich immer wieder ungebeten an leute hängt - was wiederum traurig ist...) oder die augen verdrehen, wenn sie den mund aufmacht. ein mangel an sozialer intelligenz ist eben auch nicht unbedingt ein zeichen von klugheit... deshalb nennt man es wohl auch soziale intelligenz...

ja, ich weiß, sehr böse, sehr unpädagogisch, sehr verwerflich... trotzdem *argh!* frust!

1 Kommentar:

  1. Angriff ist die beste Verteidigung: Wenn ich nix Schlaues zu sagen hab, sag ich halt was Doofes, aber das mit voller Überzeugung. Muss an einen Typen denken, den ich mal auf einer Party kennenlernte, der mir immer wieder erzählte, dass Rauchen aufhören total einfach sei, wenn er das gewusst hätte, hätte er schon viel früher aufgehört. Später stellte sich heraus, dass er seit genau zwei Stunden nicht mehr rauchte... Das Schöne ist: Im Fall Faust hast Du es in der Hand, sie und andere Lesefaule verdientermaßen auf die Nase fallen zu lassen. *evilgrin*

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