manchmal muss man neue wege gehen. das ist eine ziemliche binsenweisheit... ich weiß. aber sie zu befolgen ist trotzdem ganz schön schwierig...
ich werd's trotzdem mal versuchen - und zwar, weil die bisher beschrittenen pfade völlig ausgetreten sind und zugleich überhaupt nirgendwo hingeführt haben... betreffs: sprachen lernen.
bisher:
hatte ich den anspruch, dass ich eine sprache möglichst perfekt beherrsche, bevor ich damit "in die öffentlichkeit" trete - was zwar völlig unrealistisch ist, sich aber sehr gut praktizieren lässt. mein beispiel: schwedisch - konnte ich fließend lesen und verstehen, auch ganz gut schreiben. aber nicht sprechen. warum? weil es sich nicht perfekt angehört hat (ausrede: mein musikalisches gehört steht mir im weg: ich höre, wenn's falsch klingt, und das ist mir dann so peinlich!) und ich ununterbrochen angst hatte, fehler zu machen (weil die ja irgendwen außer mich gestört hätten...). erfolg: keinerlei kommunikation.
jetzt:
will ich endlich in der lage sein, mich in einer neuen fremden sprache mit anderen zu verständigen, und sei's radebrechend.
das wird echt schwer werden. es ein riesiger schatten, den ich da überspringen muss... aber einen versuch ist es wert, finde ich.
also habe ich beschlossen, angesichts gewisser reisepläne, die noch in ausreichender ferne liegen... RUSSISCH zu lernen.
erste schritte sind bereits eingeleitet:
- auf der merkliste meines hörbuchabos steht ein "russich-für-den-urlaub"-anfängerkurs zum hören und mitsprechen.
- ein passender "hören-lesen-mitsprechen"-kurs ist im buchladen erspäht.
- mein russischer schüler wurde heute um rat gefragt: die schrift sei nicht so schwer, sagt er. ich solle anfangen mit standardsätzen, die grammatik zunächst weglassen, die sei erstmal nicht so wichtig und außerdem nicht ganz unkompliziert. sobald ich die schrift halbwegs lesen kann, leiht er mir kinderbücher und einfachere sachen zum lesen aus, außerdem solle ich filme, die ich eh "auswendig" kann, auf russisch gucken. (es ist richtig nett, wenn man seine eigenen sprach-lern-ratschläge zurück bekommt. ich unterrichte ihn in englisch. :-) ) -> ich fühle mich in meinen plänen immens bestätigt.
dann muss ich mich "nur" noch trauen, gleich das neu erlernte an ihm auszuprobieren... uiui... das wird lustig. aber wenn ich ein bisschen glück habe (und er das schuljahr schafft), endet er für die nächsten beiden jahre in meinem literatur-seminar. und eine lehrer-hand wäscht doch bestimmt die andere... ;-)
der plan ist, in zwei jahren halbwegs verständigungsfähig zu sein - sprich: fragen stellen können (d.h. verstanden werden) und die antworten verstehen wäre ganz nett...
wenn mich aber der perfektionismus doch wieder einholen, umklammern und erwürgen will: erinnert ihr, liebe freunde und leser, mich dann daran, dass ich da so einen plan hatte? damit Nikita nicht alles alleine machen muss... ^^
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