es ging an diesem wochenende natürlich nicht wirklich darum, wie man sich sowas... also einen hufabdruck erster güte auf dem fuß... auf dem foto nur vage sichtbar.... zuzieht... eher darum, wie man sowas vermeidet. :-)
außerdem sollte mit dem eventuell vorhandenen vorurteil schnell noch aufgeräumt werden, bei natural horsemanship ginge es um mensch-pferd-kuschel-pädagogik. dem ist keineswegs so: es geht allerdings darum, sich als mensch dem pferd gegenüber fair zu verhalten, also eher wie ein pferd einem pferd gegenüber, wobei es in der heutigen "natürlichen" umwelt der pferd schon nötig ist, dass der mensch ein ganz klein wenig mehr verantwortung übernimmt als das pferd... pferdegehirne finden autos und dergleichen nämlich nicht sehr natürlich-sinnvoll, und deshalb gibt's da auch keine besonders sinnvollen instinkte...
natural horsemanship zu lernen bedeutet also zu lernen, wie man sich dem pferd verständlich machen kann, indem man seine sprache lernt, sich klar ausdrückt, immer berechenbar bleibt, lernt, sicher zu sein in dem, was man will... alles andere führt nämlich unweigerlich zu einem totalen kuddelmuddel... wirrwarr im gehirn ist nämlich extrem ansteckend in der pferd-mensch-beziehung - und zwar erstmal gegenseitig. (und so ein verwirrwarrtes pferd geht vorzugsweise im kreis rum, und zwar dauerhaft....) und weil der mensch halt naturgemäßig und zivilisationsgemäß ein bisschen "umweltgerechter" denken kann als das pferd, muss er lernen, das auch immer zu tun! wahnsinnig schwierig übrigens!
ich habe am vergangenen wochenende einen kurs im natural horsemanship gemacht - mit arabesque. ich dachte, sie sei ein zwar mutiges, aber trampelig-büffeliges wesen mit wenig sensibilität. tja. wie man sich doch täuschen kann...
sie ist cool. ja. mutig? manchmal. trampelig? nur in gefahrensituationen, die ich nicht im griff habe (siehe fuß...), unsenisbel? weit gefehlt!
ich möchte nicht bahaupten, dass mein pferd und ich vor vier tagen noch eine schlechte beziehung hatten und jetzt eine gute. wir mochten uns auch vorher schon sehr. aber: jetzt verstehen wir uns besser! :-)
wie habe ich der ausbilderin ins feedback geschrieben? "ich habe bestimmt geahnt, dass ich das traumpferd schon habe, aber gesehen habe ich es erst jetzt."
fazit: ein wahnsinnswochenende mit magie in jeder eminute, muskelkater, hufabdruck auf dem fuß, langwieriger suche nach der steuerung, jeder menge erkenntnisse, einem glücklichen pferd, einer mindestens genauso glücklichen reiterin, die am ende sogar das gaspedal und die steuerung gefunden hat, die jetzt von der "indianerseite" auf pferd klettert und sich am anfang eines langen, schweißtreibenden, spaßigen weges hin zum reiten ohne sattel und zügel sieht!
und nebenher machen wir dann noch klassisch-spanisch!... ;-)
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AntwortenLöschenIndianerseite?The rear end, isn´t it?^^
AntwortenLöschenFreut mich sehr von deinen fortschritten zu hören und zu sehen dass du sehr viel spass daran zu haben scheinst. Sogar soviel, dass du dich nicht über deinen fuß zu ärgern scheinst, der ja echt nicht gut aussieht ;).
ne, indianerseite ist die rechte seite. :-)
AntwortenLöschenund ne, der fuß hat mich gar nicht geärgert. erstens nehm ich meinem pferd sowas nicht übel, weil's größtenteils eh meine schuld ist, und außerdem war ich nicht so sehr im ärgermodus.^^ und ja, es war wirklich ein großer spaß! und wird's hoffentlich auch weiterhin sein. :-)
Daran habe ich wenig zweifel^^.
AntwortenLöschenund solltest du jemals in die verlegenheit kommen, mit meinem vater zu sprechen und kein passendes thema zur hand zu haben (beides eher unwahrscheinlich^^), sprich ihn auf reiten und pferde an.besonders besagtes natural horsemanship dürfte ihn sehr interessieren.ich denke das endresultat wäre,dass er dich auf anhieb sehr mögen würde ;)
Autsch, das sieht aber schmerzhaft aus. Aber es scheint es wert gewesen zu sein. Hatte grade ein ähnlich versöhnliches Erlebnis in Bezug auf meine Katzen. Die mir gerade mit Vorliebe das Kinderzimmer vollpieseln. In meiner Verzweiflung habe ich jetzt nicht nur teuren Enzymreiniger, sondern auch ein Buch zum Thema gekauft. Und das war so erhellend, dass ich ihnen nicht nur kaum noch böse sein kann, sondern wieder richtig Lust aufs Katzenhaben bekommen habe (die war mir in letzter Zeit etwas verloren gegangen). Erste Erfolge sind erzielt, Katzenklos sind an strategischen Stellen platziert und werden mit Begeisterung angenommen. Jetzt hoffe ich nur, dass Matilda schnell lernt, dass Katzenstreu nicht gut schmeckt. Obwohl - nahrhaft wär's wahrscheinlich schon.
AntwortenLöschenAnyway, freut mich, wenn eure Verständigung gut klappt!
und aus meiner sicht ist eine effektive verständigung mit katzen eine weitaus größere leistung, als sich mit diesen so unglaublich menschenbezogenen und kommunikationsbereiten huftieren zu unterhalten. gratulation! :-) - so putzig ich deinen katzenzoo ja immerhin zu 50% finde, so schleierhaft beibt mir doch das menschen-katzen-spiel.^^
AntwortenLöschenund angus: im zweifelfalle sympatiestiftende themen bereit zu haben, ist auf alle fälle erfreulich! ;-)