Montag, 8. August 2011
resilience
Auffederung, Ausdauer, Ausfallsicherheit, Belastbarkeit, elastische Rückverformung, Elastizität, Federkraft, Federwirkung, Geräuschdämpfung,Nachgiebigkeit, Rückfederung, Rückfederungsvermögen, Rückprallelastizität, Rückstellelastizität, Rückstellvermögen, Spannkraft, Widerstandsfähigkeit, Zurückfedern, Zurückschnellen
das antwortet leo.org auf die frage, was "resilience" sei.
wikipedia, sagt - ausschnittsweise:
Resilienz (von lateinisch resilire = „zurückspringen, abprallen“, deutsch etwa Widerstandsfähigkeit) beschreibt die Toleranz eines Systems gegenüber Störungen.
Ein anschauliches Beispiel für Resilienz im engeren Sinn ist die Fähigkeit von Stehaufmännchen, sich aus jeder beliebigen Lage wieder aufzurichten.
die psychologie verwendet den begriff in folgendem sinne:
Resilienz ist die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. (wieder wiki...)
Resiliente Personen haben erlernt, dass sie es sind, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen (sogenannte Kontrollüberzeugung). Sie vertrauen nicht auf Glück oder Zufall, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand. Sie ergreifen Möglichkeiten, wenn sie sich bieten. Sie haben ein realistisches Bild von ihren Fähigkeiten.
Wesentliche Faktoren, die Resilienz beeinflussen, sind die Familie des Betroffenen, seine Kultur, seine schulische Umgebung, seine Intelligenz, seine emotionale Intelligenz und seine mehr oder weniger aktive Einstellung zu Problemen.
immer wieder einmal lese ich in den verschiedensten zeitschriften artikel über solch resilienten persönlichkeiten - und dann glaube ich, ich habe sehr großes glück gehabt, denn ich denke, vor allem meinen eltern sei dank, habe ich solch eine persönlichkeit. bevor ich den begriff "resilienz" zum ersten mal gelesen habe, habe ich immer wieder gesagt - mir und anderen: "ich bin ein stehaufmännchen. ich falle zwar dauernd auf die nase, weil ich in allem so extrem bin, dann schlage ich auch immer wieder auf dem grund von kratern auf. aber ich krieche immer wieder raus aus dem loch."
vor einigen monaten bin ich aber dann doch an einen punkt gekommen, an dem ich mir sagte: "du hast dich geirrt. du bist zwar zäh gewesen, aber jetzt stehst du nicht mehr auf. jetzt hat er mich doch eingeholt, der familienfluch "depression"."
jemand, der sich mit so etwas gut auskennt, hat mir dann glücklicherweise glaubhaft widersprochen. das hat dann zunächst nur wenig geholfen, denn das loch wurde einfach noch tiefer. noch ein bisschen länger freier fall. und das aufschlagen war auch nicht lustig.
die psychologie besagt weiterhin:
Einige Gruppen von Menschen erweisen sich als besonders resilient. Das sind in der Regel solche, die einen starken Zusammenhalt haben, eher kollektivistisch als individuell orientiert sind und sich durch starke Werte auszeichnen, die von den meisten Leuten aus der entsprechenden Gruppe geteilt werden (in der Resilienzforschung als „shared values“ bezeichnet).
interessant, denn ich halte mich nicht für eine besonders extrem kollektivistische gruppendynamische person.
vermutlich aber sind es die "starken werte" - solche, die vielleicht nicht an der oberfläche populär, aber tief drin doch für die meisten menschen wertvoll sind?
und vielleicht irre ich mich ja doch? nur einfach anders, als ich es dachte, da unten am grunde des kraters?
ich denke, ja: die letzten 10 jahre habe ich versucht, jemand zu sein, der ich vermutlich nicht bin. und deshalb habe ich eine menge nicht ganz richtiger entscheidungen getroffen, erwartungen aufgebaut und bin entsprechend enttäuscht worden.
und zugleich habe ich wieder glück gehabt: in all dem irrweg-wirrwarr habe ich - und die dann aus dem bauch heraus - ein paar richtige dinge gemacht: ich habe den richtigen beruf gewählt, ich habe mir die richtige freizeitbeschäftigung gesucht, ich habe das richtige pferd gekauft.
ich bin auf dem grund aufgeschlagen - und hab mich da wiedergefunden.
jetzt kann ich anfangen, wieder rauszuklettern.
ich bin nämlich ein stehaufmännchen. :-)
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