Freitag, 25. Februar 2011

trust-worthy?

gedanken über vertrauen

nicht selbstvertrauen diesmal - nein - jenes zu anderen. das ist ja bekanntlich keine so einfache sache. jemandem vertrauen bedeutet ja ab einem gewissen level doch wohl, dass man sich traut, einem anderen menschen auch jene stellen zu zeigen, an denen es besonders weh tut (beziehungsweise tun kann, wenn jemand daran rührt), schwächen zuzugeben, die man üblicherweise lieber für sich behält.
und das finde ich persönlich nicht so einfach. schließlich greife ich besonders in schwierigen zeiten auf das bewusstsein meiner stärke zurück, auf das wissen darum, dass ich auch harte zeiten überstehe, dass ich nicht gleich umfalle, auch wenn ich angeschlagen und aus dem gleichgewicht bin. menschen, denen ich genügend vertraue (oder vertraut habe), erkennen diese zeiten natürlich, denn vor solchen menschen versteckt man sich ja auch in solchen phasen nicht so auswendig.
soweit, so gut. finde ich.

was mir seltsamerweise immer wieder einmal passiert - in guten und in schlechten zeiten - ist, dass menschen, die mir nahe sind, ihr wissen um meine schwächen - nein, nicht etwa gegen mich benutzen! das gar nicht!- aber dass sie beharrlich betonen, dass sie genau dies tun könnten, wenn sie nur wollten.

zugegebenermaßen fühle ich mich dann immer etwas vor den kopf geschlagen, denn ich verstehe den sinn dahinter nicht.

will man mich abhärten? (aber wogegen?)
mich abschrecken davon, mich weiter zu öffnen? (wird es ihnen zu viel?)
mir sagen, wie viel macht man über mich hat? (aber das sind doch meine freunde...)

kann mir das jemand erklären?

2 Kommentare:

  1. Hm, das erinnert mich an meinen ersten Freund (das Monster). Der hat - meist im Streit - auch immer so Sachen gesagt wie "Vor 3 Monaten hast du XY gemacht, und das habe ich dir nie vorgehalten." Meistens war das, wenn ihm die Argumente ausgingen, wenn er sich irgendwie in die überlegene Position bringen wollte. Aber vielleicht hab ich das ja falsch verstanden, und er wollte mir nur demonstrieren, was für ein großzügiger, rücksichtsvoller Mensch er zu sein glaubt...? Dumm nur, dass das immer genau das Gegenteil bewirkt hat.

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  2. hm... aber wie du schon sagst: monster. und das passt nicht so recht auf die situation, in die ich da irgendwie ab und an gerate.
    (abgesehen davon, dass es sehr wohl sein könnte, dass damit auch sowas gemeint ist wie: "wir tun es ja nicht, also kannst du dich ganz sicher fühlen..." - und genau das gegenteil ist der effekt. ich fühle mich gar nicht mehr sicher und gut aufgehoben und bruache jeweils ziemlich lang, bis ich's wieder genügend verdrängt habe...)

    ich verstehe "nur" nicht, warum es offenbar so viel spaß macht, mir zu zeigen, dass man macht über mich hat. wirkliche (also auch nur halb bewusste) gemeinheit vermute ich einfach nicht dahinter.

    mal ganz abgesehen davon, dass ich es erstens nicht glaube, und zweitens - selbst wenn - auch nicht verstehe, warum diese leute das jemals verwenden wollen sollten... also warum dann damit drohen? ich dachte iegentlich,dass sich die emisten emenr freunde irgdnwie auf miene "stehauf-männchen-fähigkeit" verlassen und gelegentlich auch darauf zurückgreifen.

    warum macht es dann solches vergnügen, genau diese stärke in frage zu stellen? ("ich könnte dich ohne probleme jederzeit dazu bringen, öffentlich zusammenzubrechen", etc...)

    was ist da bloß los?

    (und ehrlich, wenn das witzig sein soll, dann reicht mein humor dafür bei weitem nicht aus...)

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