Samstag, 25. Dezember 2010

nightmare at christmas...

für alle eingeweihten: keine panik - alles ok. kein nervenzusammenbruch im anflug.

ein un-philosophischer blogeintrag? mal versuchen...

ort der veranstaltung:
schwesters schwabinger wohnung (ganz was neues, ein auslagern der familiären weihnachtsfeier galt bisher als absolut ketzerisch...)

teilnehmer:
mutter
2 schwestern (sw1: die "große", sw2: die "kleine" - altersgemäße anordnung...)
freundin der (kleinen) schwester und zugleich helferin (bei ALLEN beteilgten sehr beliebt!!)

zeitraum:
6 uhr bis 0.30 Uhr (außer mir waren alle anderen schon früher da - was - so glaube ich - gewisse ereignisse erklären könnte...)


verlauf der veranstaltung (mit bewertender einschätzung):

- erstmal das essen (raclette - traditionell: dauert lang und schmeckt gut) zuende vorbereiten (spaß!)

- essen (nett. unter ausblendung der besorgten blicke der mutter richtung sw2.)

- ca. 2 stunden später: essensreste aufteilen, tisch abräumen, küche aufräumen, plätzchenteller und tee bereitstellen - weiteressen (erfreulich! - auch wenn ich heute einen weihnachtsplätzchenkater hab...)

- photosession (eine völlig idiotische idee angesichts der tatsache, dass sw2 - was allen bekannt sein sollte - es hasst, photographiert zu werden - und zwar wirklich... sie dreht da völlig ab... ganz ohne humor und dumme sprüche (sw1 neigt eher zu solchen und lässt es dann über sich ergehen... was missverstanden wurde - von sw2... GAU...)
-> versuch der vermittung : fehlschlag
-> flucht aufs klo (naja, da muss man ja eh ab und zu mal hin...)

- geschenke auspacken (spaß!!! dauert bei uns im schnitt 3,5 stunden, nicht wegen der unmenge an geschenken - wobei meine schwester allein traditionell ca. die menge aller anderen anwesenden zusammen hat (nein, das enthält keine unterschwellige botschaft - mehr ;-) ) - sondern, weil wir reihum immer nur ein geschenk auspacken und alle anderen gucken zu... eine tradition, die mein vater erfunden hat... die bleibt bis zu apokalypse bestehen...)

- gegen halb 1: geschenke eintüten und abreisen (nicht ganz unproblematisch - ich musste die einladung zur übernachtung (ausgesprochen durch die mutter) zum vierten und fünften mal ablehnen - eins bis drei hatten im vorfeld stattgefunden - und dann sollte ich ja nicht lügen, weil das immer so bumerangmäßig zurück kommt ("du lügst IMMER!")... klippe no. 4, aber ist glimpflich abgegangen, weil ich wohl genügend unfeindselig war.)

- heimfahrt durchs märchenweiße voralpenland (ganz schön, aber ein bisschen gefährlich wegen der müdigkeit)

abschließende zusammenfassung der klippen:
1. gespräch über tonbandaufnahmen von weihnachtsfeiern aus der kindheit, die dankenswerterweise NICHT abgespielt wurden (da wäre ich gegangen, ernsthaft!) und anspielungen auf gewisse probleme von damals -> abgewehrt ohne allzu aggressiv zu werden... aber echt, wieso hängen eigentlich machen menschen dermaßen in der vergangenheit fest... ich werd niemals alt genug sein, mir sowas anzutun... uuuaaaahhh...
2. weihnachtslieder - meine witze wurden da irgendwie falsch aufgefasst (ich bin ja auch ein depp - über sowas macht man keine scherze...) - aber ok, das war meine schuld und konnte schnell gerettet werden durch klartext und freundliche nach-bemerkungen :-) - und immerhin hab ich jetzt ne handgemischte weihnachtslieder-CD, die gar nicht mal so übel ist.
3. die sache mit dem photographieren...
4. nicht zum frühstück bleiben (aber manchmal ist man sich doch dann lieber selbst der nächste, bevor ich wieder eine halbwegs akzeptable weihnachtsstimmung im nachhinein total ruiniere, weil mir die nerven ausgehen... hab ich vor jahren mal gemacht, war nicht empfehlenswert... meine familienmitglieder verfügen alle über elefantengedächtnisse...)

fazit:
weihnachten war mal wieder ok.
trotzdem: wie eine freundin mir als widmung in mein weihnachtsgeschenk schrieb: "denk daran, am 27. ist alles vorbei...". wie gut, dass das wahr ist!



...links im bild: alphons nase...

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