"nein, mir geht's nicht schlecht, ich bin nur traurig."
ein satz, der immer wieder ein gewisses unverständnis hervorruft. aber für mich ist's so.
unglücklich macht mich die abwesenheit von gefühlen.
nichts zu fühlen ist schrecklich für mich, denn es bedeutet ein nichts an entwicklungsmöglichkeit, ein nichts an erfahrungsmöglichkeit. stillstand. leblosigkeit. langeweile.
langeweile, solange sie nicht endlos andauert, ist eben langweilig. im gegensatz zu traurigkeit gelingt es ihr aber doch leichter, mich in richtung unglücklichsein zu bewegen, als es die traurigkeit je könnte.
traurig zu sein heißt für mich nämlich auch, dass es dinge in meinem leben gibt, die wichtig genug sind, um bedeutsame, tiefe gefühle zu haben.
und das ... macht mich zuletzt doch wieder glücklich.
Dem kann ich nur zustimmen.
AntwortenLöschenUnd - favourite lines - Natalie Merchant zitieren:
O, I need
The darkness
The sweetness
The sadness
The weakness
I need this
ich erinnere mich dabei immer wieder an die erzählungen aus zeiten der depression (von dir und auch meiner mutter und neuerdings weiteren betroffenen), dass es gerade die unmöglichkeit des fühlens ist, die sehr erschreckend ist. mag sie durch medikamente indiziert oder durch die angst vor der übermacht der gefühle hervorgerufen sein. und dann bin ich umso froher um meine gefühlsintensität!
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