ich will endlich ein privatleben, damit sich die leute das maul wenigstens über was zerreißen, das existiert. vielleicht dämmt das die wildesten phantasien ein wenig ein...
inzwischen bin ich schon so abgehärtet gegen gerede, dass ich nur noch diejenigen gerüchte "beobachte", die mir schaden könnten - also meiner existenz, nicht so sehr meiner reputation, meinen nerven, meinem ego...
alles andere versuche ich mit einem schulterzucken abzutun. meistens geht das ganz gut. frei nach den ärzten: "lass sie reden..."
aber ehrlich: es geht mir auf die nerven.
ich mache mir weniger darüber gedanken, was geredet wird. ich hab ja nichts gegen einen gewissen entertainment-faktor, aber ich finde es ein wenig übertrieben, wenn es ausartet.
ich frage mich dann manchmal doch: warum?
- ist denen wirklich so langweilig? (die, das sind schüler und manchmal auch kollegen...)
- bin ich sooo interessant? (ich habe da ehrlich zweifel...)
- gebe ich derartig anlass? (das ist das, was mich tatsächlich beschäftigt und dann auch verunsichert: ist mein verhalten, sind meine ansichten, bin ich so seltsam, dass man mich dauernd diskutieren, kommentieren, beurteilen, interpretieren muss? vorzugsweise zu meinem nachteil?)
wie funktionieren gerüchte eigentlich?
denken die leute diese dinge tatsächlich? oder erzählt man einfach das herum, was am meisten sensation verspricht?
denkt jemals jemand darüber nach, wie das für den "gegenstand" des gerüchtes ist?
ich glaube nicht... ich hoffe nicht...
in momenten wie diesen halte ich die menschliche psyche für im allgemeinen ziemlich primitiv (freundlicher: einfach gestrickt), den großteil der menschheit für nicht etwa bösartig, sondern für triebgesteuert, gedankenlos, kurzsichtig.
keine sehr netten gedanken. irgendwie arrogant. selektiv im endeffekt.
mit einem schulterzucken darüber hinweg gehen?
einen witz machen und nicht mehr darüber nachdenken?
alles nicht so einfach.
aber ich arbeite dran...
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