Donnerstag, 24. April 2014

noise!

ich würde jetzt sehr gerne einen witzig-ironischen text schreiben zum thema LÄRM... aber ich fürchte: meine nerven reichen dafür nicht mehr aus...

 ausgangslage: ich wohne in einer hermetischen wohnung - sehr energiefreundlich, sehr atmungsfeindlich. also habe ich gerne meine schalldichten fenster offen. nach vorne raus dringen dann straßen- und straßenbahngeräusche sowie laute gespräche der gesellschaft im cafe unter meinem küchenfester herauf. das ist meist irgendetwas zwischen ok und nett. manchmal bringt es sommerabendstimmung mit einem hauch von türkischem bazar in mein wohnzimmer.
nach hinten hinaus herrscht theoretisch ruhe. der balkon öffnet sich in den hinterhof. hier wird ab und an ein rasen gemäht - ein behagliches samstagmorgengeräusch - und es spielen kinder. laut aber völlig erträglich. ich kann gut mit kinderlärm. (nicht nur, weil ich ein braver kinderfreundlicher mitbürger bin...)

außerdem wohnt Loki (das ist mein kanarienvogel - marke "gesangskanarien" - neuerdings in einer kleinen voliere auf dem balkon und singt von dort sein liedlein für mich. bei gekippten balkontüren.

alles gut also.

oder?

eben nicht!

denn: die kinder auf dem nachbarbalkon spielen nicht lautstark - dazu siehe oben. sie STREITEN. und das - ich gebe es offen zu und leider dazu witzlos! - ertrage ich nicht.

ich habe also tagtäglich - außer es regnet oder schneit - die wahl: ersticken oder entnervten... weder das gekippte fenster noch ein aufenthalt auf meinem wirklich schönen balkon sind auch nur ansatzweise erträglich. selbst Loki guckt zuweilen leidvoll in richtung kinderkrieg... (tatsächlich! - verwirrter kanarienvogel: sehr beredt...)

tja. immerhin ein gutes hat es: es gibt anlass, über einen neuen umzug nachzudenken. um bei liebgewonnenen traditionen zu bleiben... ;-)

und ab und zu SEHR laut musik zu hören. bei offenem fenster.
zum beispiel das hier:


In the Silence
by Ásgeir

Come, take my hand.
Let's undo the knots of the past.
From the night where phantoms toss and turn,
go further, higher as the day is closing.

Soft and fragile.
There is grace in the dead of silence.
As we dream gentle hands are shaping,
further, higher as the new day enters.

Watch the mind run far away,
way ahead of us
and everything that will be and was
here and now.

We opened the door.
Found a way, we hadn't seen before.
Found a reality that shields us and clothes us,
makes us hungry for things the day can offer.

Watch the mind run far away,
way ahead of us
and everything that will be and was
here and now.

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