Dienstag, 11. Februar 2014

ramadama?

mein leben ist zu voll?
ich tue so viel, aber nichts richtig?
ich komme nie zur ruhe?
aber will ich das überhaupt?

ich kann gut loslassen. normalerweise. viel zu leicht. 
aber jetzt? will ich mein leben entrümpeln oder sortieren? oder fokussieren? und die liste der dinge, die bleiben sollen, ist so lang wie ein giraffenhals. und mir hängt die zunge aus dem selben... also aus dem hals. 

wie macht man sowas? ein leben entmüllen? 
ich lebe schon eine recht lange zeit nach dem motto "getan wird nur, was entweder pflicht ist oder lust. alles andere fällt aus." gut, oder? eben. und ich hab das gefühl, in einer ansammlung an lauter schönen dingen, tätigkeiten ja eigentlich, zu ertrinken. was geht hier schief?

bisherige vorgehensweisen
listen
was muss bleiben, was kann weg, was soll weg? -> einerseits sieht es nach ordnung aus, andererseits erzeugt's unbeschreiblichen wirrwarr in meinem kopf - immer mehr zeugs, immer weniger durchblick. erstaunlich: to-do-listen funktionieren sehr gut für mich... not-to-do-listen offenbar nicht so wirklich...
 
bilder im kopf
im sonnenschein auf dem pferderücken durch die landschaft reiten. allein. in gesellschaft. mal so, mal so.
mit der nase in einem buch an irgendeinem ort mit ihm; er tut sonst was. ich lese.
der job als job. (jetzt schon ausgebrannt?)
essen in guter gesellschaft - zusammensitzen, fingerfood. reden. ohne scheu, ohne aufpassen, ohne hektik.
musik.
vorlesen.
irgend etwas herstellen. etwas, was man anfassen kann.
zeichnen; auf einem stein sitzen mit block und bleistift. tiere zeichnen. zoo? wie früher.

flucht?
auszeit? manchmal will ich weg von diesem talent, menschen zu verstehen. weg von den ganzen wirren problemen anderer. aber darf ich das? jungen leuten mein hilfe entziehen... ? ist das dann nicht ein verschleudertes talent? gedanke: wenn ich schon mein künstlerisches talent verschleudert hab, mein musisches talent nicht nutze, dann sollte ich das psychologische gefälligst nutzen/zur verfügung stellen... aber manchmal will ich einfach nur nicht mehr... für andere da sein zu jeder tages- und nachtzeit... manchmal.
manchmal möchte ich eine ganz andre art von job. einen, der nicht berufung ist, der mich nicht dahingehend herausfordert, meine fähigekiten tatsächlich einzusetzen, an die grenze zu gehen. etwas, in dem ich nicht über(ge)schätzt werde, weil es im grunde niemanden interessiert, was und wie ich es mache, hauptsache das ergebnis stimmt. sabbatjahr! 

wunsch
mehr mut haben. sachen ausprobieren. einfach so. scheitern inklusive.


ein gruseliger gedanke: ich mache zu viele dinge allein. zwangsweise ja im grunde - weil mir bisher die menschen, mit denen ich dinge angefangen habe, konsequent abgesprungen, verschwunden sind. und ich will nicht alles davon abhängig machen, dass es jemand mit mir tut. aus prinzip nicht. also sammle ich tätigkeiten an, die mal mit jemandem anderen angefangen haben... jetzt tue ich sie allein. 

soll ich also alles ausortieren, was ich im grunde lieber mit jemandem anderen zusammen täte? und wenn niemand da ist, dann tue ich es halt nicht?obwohl ich den gedanken sehr anders finde und er mir an irgendeiner ecke widerstrebt - aber die ecke ist im kopf! - fühlt er sich irgendwie richtig an... darüber sollte ich wohl nachdenk... äh... nachfühlen...

nachdenken, nachfühlen, nach... wie soll ich auf diese weise mein leben sortieren?

wann kommt leben?

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