ich bin ein schlechter verlierer!
nur, weil ich normalerweise nicht sonderlich laut schreie, wenn ich verliere (außer bei stratgiespielen mit würfeln - ohnehin ein anachronismus...), heißt das noch lange nicht, dass ich gut verlieren kann. konnte ich nie. als kind nicht. als jugendliche nicht. als erwachsene nicht. werd ich auch nie. punkt.
ich kann relativ gut abschied nehmen - wenn es sich nicht vermeiden lässt.
wenn jemand stirbt zum beispiel. verluste, die mir als unabdingbar einleuchten, die - egal wie schmerzlich - letztlich nicht zu vermeiden sind, kann ich bei weitgehend stabiler geistiger gesundheit verarbeiten.
ich bin eine treue seele. geographische distanzen schrecken mich nicht und lassen meine gefühle jemandem gegenüber nicht so ohne weiteres "ausdünnen". so leicht verliert man mich also nicht. außer man legt es darauf an...
ich teile gerne. meiner mutter zufolge war das schon immer so. offenbar bin ich mit einer art teiler-anlage geboren.
aber ich mag es nicht, wenn man mir etwas weg nimmt. gar nicht!
ich bin nur nicht sonderlich gut darin, um etwas zu kämpfen, das offenbar nicht erkämpft werden kann und will.
womit wir beim thema wären...
leidenschaften und interessen kann man gut teilen, aber wenn sie einem - ich weiß nicht recht, wie ich das erklären soll: es ist irgendwie so, als werde man als quelle benutzt in einem maße, das einen austrocknen lässt, so dass am ende nichts mehr übrig ist - so ungefähr? - dann tut das weh.
freunde, die sich mir wegnehmen lassen, lasse ich gehen. aber: es tut weh. wirklich weh!
wenn menschen einfach so aus meinem leben verschwinden, weil sie das interesse an mir verlieren, dann ist das wohl einfach so. aber es schmerzt mich. sehr.
ich denke, ich kann ganz gut gehen lassen, zurück gelassen werden ist ein anderes paar stiefel...
...wie gesagt, ich bin ein wirklich schlechter verlierer...
und warum nun all diese gedanken?
weil ich - wieder einmal - damit konfrontiert worden bin, dass es nicht einleuchtet, dass es nicht gut ist, mir dinge wegzunehmen, mich auszulaugen und auszusaugen, und sich nachher darüber zu wundern, wenn ich die nähe eines solchen (dieses!) menschen nicht mehr ertrage. und wer ist dann der freak? der unsoziale, der gemeine, der die doch so gute stimmung verdirbt, indem er sich zurück zieht, weil alle andeutungen "überlesen" werde? (man müsste ja sonst auf etwas verzichten, was man sich vor jahren so selbstverständlich genommen hat...)
ratet mal...
kämpfen. - gescheitert.
reden (i.e. erklären). - gescheitert.
kompromisse. - fehlgeschlagen. unersättlich bleibt unersättlich.
teil-rückzug. - wird missverstanden und zum vorwurf umgedeutet.
was bleibt?
vollständiger rückzug.
you can keep what you already took.
what i would have needed to really live - not just survive.
my heart.
my soul.
you won't get more of me.
i'm done giving.
i'm done losing.
i'm done.
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