Freitag, 11. Juni 2010

self-fulfilling prophecies

wie unterscheidet man zwischen einer überzeugung, die tatsächlich richtig ist und sich deshalb immer wieder einmal bestätigt

und

einer selbsterfüllenden prophezeiung?

paul watzlawick erklärt das prinzip der selbsterfüllenden prophezeiung so, dass man nur genügend davon überzeugt sein muss, dass etwas bestimmt eintreten wird, um (unbewusst) durch vermeindliche vermeidungsmaßnahmen dafür zu sorgen, dass es auch tatsächlich eintritt.

leuchtet ein, finde ich.

was aber, wenn man zurecht davon ausgeht, dass etwas eintreten wird, weil die voraussetzungen tatsächlich gegeben sind? nur weil zeit vergeht oder menschen behaupten, es sei nicht so, kann es da nicht trotzdem sein, dass man eine (wiederkehrende) situation schlicht richtig einschätzt? zum beispiel die reaktion der mitwelt auf bestimmte verhaltensweisen oder eigenschaften?

da nun aber das prinzip der selbsterfüllenden prophezeiung ja wohl primär im unbewussten wirkt, wie kann man da diese von richtiger einsicht und erkenntnis unterscheiden? es wäre doch wichtig zu wissen, ob man einem wahn aufsitzt oder sich mit einer tatsache auseinandersetzen oder gar abfinden sollte, zum beispiel besagten verhaltensmustern der mitwelt. die eigenen reaktionen, sollen sie wirkungsvoll sein, müssten man ja doch entsprechend modifizieren, oder?

wie also kriegt man die unterscheidung zustande?

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